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Guatemala

Von Quetzaltenango ueber den Lago de Atitlan nach Antigua

08.01.2008 - 01.02.2008 Von Xela nach Antigua oder Bist du deppert do is owa steil!!!!!

An und fuer sich haetten wir ja geplant 3 oder 4 Wochen die Sprachschule zu besuchen. Dieses Vorhaben aenderte sich aber schlagartig nach dem ersten Schultag, denn 5 Stunden Aug in Aug mit dem Lehrer zu sitzen (Einzelunterricht) und sich den Schaedel maltraetieren zu lassen war nicht ganz nach unserem Sinn. Wir sind ja schliesslich auf Urlaub und so verkuerzten wir die Lernzeit auf schmucke 14 Tage. Wenn man jetzt aber glaubt dass man nach 50 Stunden Einzelunterricht Spanisch reden kann, dann hat man sich aber gewaltig getaeuscht. Aber wir haben ja noch ein knappes Jahr Zeit um unsere Sprachfaehigkeiten zu verbessern und ausserdem gibt es ja noch die "Hand und Fusssprache" mit der wir bis jetzt ganz gut durchgekommen sind. Jetzt wird man sich vielleicht fragen, ja was macht man denn so 14 Tage in Xela? Ausser lernen gibt es doch noch einiges zu tun. Ausserdem hatten wir in der ersten Woche noch Gesellschaft von Richard und Udo, die sich spontan ebenfalls fuer unsere Sprachschule entschieden. Wir streiften mit ihnen jeden Abend durch die Stadt um bei dem einen oder anderen Bier ueber Gott und die Welt zu diskutieren. So wurde es des oefteren doch ein wenig spaet und die Konzentration am naechsten Tag in der Schule liess ein wenig zu wuenschen uebrig. Weiters erklommen wir den erloschenen Vulkan Santa Maria, der immerhin 3770 Meter hoch ist, um dann mit einem traumhaften Ausblick ueber halb Guatemala belohnt zu werden. Man konnte ausserdem auf den noch aktiven Vulkan Santiaguito der 1000 Meter tiefer liegt blicken und als einer der gefaehrlichsten weltweit gilt. Innerhalb einer Stunde spieh er zweimal unter lautem Getoese eine kilometerhohe Aschewolke aus. Da kommt man sich ploetzlich ziemlich klein und verletztlich vor wenn man dieses Schauspiel beobachtet. Heidi machte beim Abstieg ihrem Spitznamen "Stuerzi" wieder einmal alle Ehre. Sie legte einen einwandfreien "Bauchklatscher" hin und ein aufgeschlagenes Knie und zwei geprellte Handgelenke waren die reiche Ausbeute. Also wieder eine Narbe mehr. Ausserdem waren wir noch in den heissen Quellen Fuentes Gregorianes wo wir uns im fast 40 Grad heissen Wasser aufweichen liessen. War fast wie in Loipersdorf. Apropos Wasser. Das Duschen hier wird immer mehr zum Abenteuer, da sie hier und im ganzen Rest Lateinamerikas Duschkoepfe haben, die einem das fuerchten lehren. Um heisses Wasser zu bekommen ist direkt im Duschkopf quasi eine Heizspirale eingebaut die mit normaler Netzspannung funktioniert. So ragen immer irgendwelche Draehte die notduerftig isoliert sind aus dem Duschkopf heraus und es spruehten auch schon mal die Funken.Es ist also immer wieder ein Erlebnis unter die Dusche zu krabbeln. Nach einer Woche nahmen wir dann endgueltig Abschied von Richard und Udo, die sich Richtung Flores aufmachten. Fuer uns hiess es noch eine weiter Woche lernen, wobei mich eine hartnaeckige Erkaeltung nicht gerade motivierte. Aber alles hat einmal ein Ende und wir nahmen nach ueber 2 Wochen Radabstinenz Kurs Richtung Lago de Atitlan. Wie bereits erwaehnt sind die Strassen in Guatemala ja alles andere als flach und so wurde uns wieder mal alles abverlangt. Sowohl ging es steil bergauf und Steigungen um die 20% waren keine Seltenheit. Aber es ging sehr wohl in der gleichen Tonart bergab und da hiess es fuer uns alle 5 Minuten stehen bleiben um unsere Felgen wieder abzukuehlen. Ausserdem befindet sich die Hauptdurchzugsstrasse im grossen Umbau was so viel heisst wie Asphalt in allen Stadien. Wir fuhren auf feinstem schwarzen Asphalt bis hin auf Erdpisten wobei uns die vorbeifahrenden Autos von Kopf bis Fuss einstaubten. Wir umrundeten den schoenen Lago de Atitlan und mussten aber auch einmal auf eine Faehre zuruckgreifen,weil uns dringend davon abgeraten wurde die Strasse von San Pedro La Laguna nach Santiago Atitlan mit dem Fahrrad zu fahren, weil es in letzter Zeit auf diesem Abschnitt zu vermehrten Ueberfaellen gekommen ist. Man muss ja nix herausfordern. In Panajachel das auch "Gringotenango" genannt wird weil es so viele Amis und andere Touristen  gibt, vereinbarten wir ein Treffen mit Pius, einer von den beiden Schweizer Liegeradlern der gerade getrennt von seinem Partner Stefan, mit seiner Freundin durch Guatemala reist. Das Wiedersehen wurde natuerlich mit dem doch recht sueffigem lokalen Bier (Gallo=Hahn) gefeiert. Fuer uns hiess es aber dann weiterradeln Richtung Antigua und wir brauchten fuer knapp 60 Kilometer ueber 6 Stunden. Ich sag nur Hurenberge. In Antigua angekommen wurden wir sogleich von einer Reporterin aufgehalten und so gaben wir unser erstes Interview in Spanisch. Bin ja gespannt ob man das auch drucken kann. Die Stadt an und fuer sich gefaellt uns nicht so gut wie z. Bsp. San Cristobal de las Casas, denn der Tourismus hat alles fest in der Hand.Wir sind halt mehr fuer das uerspruengliche und nicht so sehr fuer eine Scheinwelt die dem Touristen geboten wird. Darum moegen wir das Reisen mit dem Rad so sehr, weil man auch mal wo stehenbleiben muss wo es keine touristischen Highlights gibt und die
Welt noch in "Ordnung" ist. Aber wir hatten ja noch ein weiters Treffen. Naemlich mit Stefan, dem anderen Liegeradler, der ebenfalls mit seiner Freundin  durch Guatemala reist. Natuerlich wurde auch dieses Wiedersehen mit ein paar Bierchen gefeiert. Wir werden die beiden so schnell nicht mehr wieder sehen, da sie einen anderen Zeitplan fuer Suedamerika haben und ausserdem troedeln die beiden immer so viel herum. Von Antigua aus machten wir auch unsere erste gefuehrte "Touritour" auf den aktiven Vulkan Pacaya. Man laeuft dort auf den erloschenen Lavafeldern herum und kann in der einen oder anderen Spalte einen Blick auf die gluehende Lava erhaschen. Diese Spalten eignen sich ausserdem auch ganz gut zum Broetchen antoasten. Schoen langsam heisst es fuer uns aber auch Abschied nehmen von Guatemala denn El Salvador ist nicht mehr allzuweit. Ich hoffe wir finden auch hin, denn die Strassenbeschilderung ist hier so gut wie nicht vorhanden. Ich glaube fast die machen das absichtlich, damit man sein Spanisch ueben kann wenn man nach dem Weg fragen muss. Und es ist auch schon fast zur Gewohnheit geworden am Schluss wieder mal was von unserem Defektteuferl zu berichten. Dreimal duerft ihr raten bei wem? Nein falsch, nicht bei mir. Diesesmal hat es Heidi erwischt. Jetzt macht ihre Felge Spumbanadeln denn wir entdeckten lauter kleine Risse. Wir werden jetzt versuchen bis nach Costa Rica mit der alten Felge zu kommen um dann dort ordentlich aufzuruesten. Wenn nicht, haben wir ja in weiser Voraussicht schon eine Ersatzfelge dabei. Schau ma halt einmal!!!



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