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Baja California

Von Tijuana bis Vizcaino

12.10.2007 - 21.10.2007 Tijuana bis Vizcaino (Baja California) oder Wo krieg ich eine neue Felge her (Teil 2)

Mit gemischten Gefuehlen starteten wir von San Diego aus nach Tijuana. So viel hatten wir gehoert. ¨Ihr werdet ausgeraubt¨ oder ¨Die Lastwagenfahrer werden euch toeten¨ oder ¨Ihr habt doch eine Waffe mit?¨.Knapp vor der Grenze waren wir doch ein bisschen nervoes. Wir fuhren auf den Highway auf, der direkt bis zu dem riesigen Gate, der Staatsgrenze, fuehrte. Wir fuhren durch, und schwuppsdiwupps waren wir in Mexiko. Keine Grenzbeamten, keine Passkontrolle, aber rein gar nix. Verdutzt schauten wir uns an, um uns dann auf die Suche nach der Immigration zu machen, denn wir benoetigten ja eine Touristenkarte um weiter aufs Festland und noch wichtiger um wieder ausreisen zu koennen. Also hiess es umkehren und siehe da, in einem kleinen unscheinbaren Haeuschen unmittelbar nach der Grenze fanden wir dann doch einen Beamten, der uns den Stempel in den Pass drueckte. Ausreisestempel vom Amiland haben wir nicht, ist aber auch wurscht, weil wir ja eh nicht ueber die USA heimfahren. Sonst gaebe es Riesenprobleme. Somit ist es jeden wurscht, wer oder was ueber die Grenze nach Mexiko faehrt. Wer aber von der anderen ¨Seite¨in die Staaten will, muss schon etwas geduldig sein, denn es waelzte sich eine unendlich lange Auto- und Menschenkolonne Richtung USA. So schnell wie wir in Mexiko waren, so schnell waren wir auch im Verkehrsgewusel von Tijuana. Nach einer kurzen kompletten Orientierungslosigkeit fanden wir uns dann relativ rasch zurecht und auch den Weg aus der Stadt. Die Menschen waren sehr hilfsbereit und fragten uns einige Male wo wir hin wollen. Auch mit dem Verkehr ist es halb so schlimm, da hatten wir schon weitaus gefaehrlichere Erfahrungen im Amiland gemacht. Sogar die LKWs ueberholen sehr ruecksichtsvoll. Die erste Nacht verbrachten wir im Motel, das so viel kostete wie der teuerste Campingplatz in den USA. Am naechsten Morgen trauten wir unseren Augen nicht, denn es regnete. Und das auf der Baja. Na des haett ma net glaubt. Also rein ins Regengewand und los ging es. Da die Nebenstrasserln alle nicht befestigt sind, sprich Sandstrasserln, kann man sich ausmalen wie wir nach 10 Minuten ausgeschaut haben. Wie paniert. Dann kam noch dazu, dass der Dilo Mechaniker aus San Diego meine Kurbel zu locker angeschraubt hatte, sodass sie jetzt wie wild wackelte. Also alles super. Wir fuhren trotzdem bis Ensenada um dort einen Bikeshop zu finden, was uns auch gelang. Das Problem war somit schnell behoben. Wir fuehlen uns hier so richtig wohl, denn man kann das Leben auf den Strassen wieder pulsieren spueren. Da ist am Abend auch was los, und wir schlenderten in Ensenada durch die Strassen. Dann kam der erste anstrengende Abschnitt, weil es zum einen weg vom Meer ging, und zum anderen in die Berge. Steigungen bis zu 15 Prozent machten uns das Leben nicht gerade einfach. Aber wir sind ja zache Teifen. Dazu kam teilweise so starker Wind, dass es uns einfach vom Radl wehte. Aber wenn er von hinten kam war es super. Wir zelteten zwischen Kakteen,genossen die untergehnede Sonne und die absolute Ruhe. Dann kam wieder einmal so ein Tag, den man am liebsten aus seinem Gedaechtnis streichen moechte. Ploetzlich waehrend der Fahrt, spuerte ich ein ¨Schlagen¨an meinem Hinterrad. Ein Riesen Achter. Alle Versuche diesen auszurichten schlugen fehl, weil die Felge aufging wie ein Germteig. Wir schafften es dann doch soweit, dass ein weiterfahren moeglich war. Hab halt keine Hinterbremse, aber wer bremst verliert sowieso. Somit hielt diese Felge genau 600 Kilometer. Wir werden jetzt versuchen bis nach La Paz zu fahren, um dann in Mazatlan eine neue Felge zu besorgen. Hier schaut es naemlich nicht besonders gut aus mit Radlaeden oder Ersatzteilen. Wenn nicht bleibt uns ja noch der Bus. So ist das halt. Den ganzen Frust, gleicht teilweise das herrliche Essen aus. All die Burritos und Tacos lieben wir, Und man kann es auch riechen.(Bloed bei Rueckenwind)



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