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> Panamericana Berichte > USA Moab-Grand Can.


USA Moab-Grand Can.

Von Moab uebers Monument Valley zum Grand Canyon

11.09.07 - 20.09.07  Moab - Grand Canyon oder Is uns fad

Also wir muessen sagen, radfahren kann manchmal ganz schoen fad sein. Nach Moab durften wir noch mal von 1300 Metern auf 2100 Meter raufkraxeln (das steht natuerlich auch nirgends), was ja noch ganz kurzweilig war. Aber dann ging es los mit fad sein. Ich sag nur 15 Kilometer schnurgerdade, leicht bergauf und Gegenwind. Da glaubst du stehst. Irrsinnigerweise glaubt man ja, wenn mann in ein Valley faehrt, dass es bergab geht. Doch ein Valley kann auch hoch oben liegen, wie das Monument Valley. Es liegt auf 1700 Metern Seehoehe und es gibt ein paar sehr, sehr gemeine Steigungen. Wir waren dann immer froh wenn eine Tankstelle oder aehnliches auftauchte. Das waren fuer uns immer Oasen, weil dort gibt es naemlich die "Mountain Fountain Soda Springs". Das sind diese Dinger wo man Unmengen von kaltem Cola oder anderen Leckereien in sich reinschuetten kann. Wir haben meistens die groessten Becher genommen (1,8 Liter) und sie auf einen Sitz ausgetrunken. Was dann folgte waren unglaubliche Bauchschmerzen und explosionsartige Durchfaelle meinerseits. Aber es ist halt sooooo gut. Wir kamen voellig abgekaempft im Monument Valley an und entschieden dann am naechsten Tag gleich weiter zu fahren, weil ohne Auto bist wieder einmal aufgeschmissen. Wir hatten aber einen herrlichen Ausblick vom Camper und genossen einen atemberaubenden Sonnenaufgang. Was dann kam war wirklich hart. Es wurde noch fader. Noch laengere Geraden, noch mehr Wind, noch mehr Hitze und Sand. Die Distanzen zwischen den Oasen wurden groesser und bald war gar nichts mehr da. Wir fragten dann in einem Indianerreservat ob wir irgendwo unser Zelt aufstellen koennten, und ein nettes Maedchen sagte wir sollen doch unser Zelt unter dem grossen Baum aufstellen. Na bitte geht doch. Das Problem war nur dass es in dem von ihr beschriebenem Gebiet ca. 100 grosse Baeume gab. Schmecks Rudislav. So hiess es weiterstrampeln und wieder raus in die grossen Weiten. Die Sonne begann schon unterzugehen und wir hielten verzweifelt Ausschau nach einem geeigneten Zeltplatzerl. Nur ist das gar nicht so einfach, wenn du 30 Kilometer aussiehst und du nur huefthohe Buesche hast. Wir fanden dann doch noch ein Plaetzchen hinter der einzigen Anhoehe weit und breit unweit der Strasse. Die Autos und die Eisenbahn die ebenfalls nahe an uns vorbeifuhr, bescherten uns eine etwas unruhige Nacht. Dafuer kosts nix. Ist aber nicht erlaubt weil Indianerreservat. Man darf sich halt nicht erwischen lassen. Es folgten noch 2 weitere Tage in den trostlos wirkenden Indianergebieten. Dann kam der Anstieg zum Canyon. Wir hatten wieder einmal ueber 1000 Hoehenmeter zu bewaeltigen um an den Suedrand des Canyons zu gelangen. Einige Stunden vergingen und wir kamen endlich zum Grand Canyon. Was uns dort erwartete raubte uns buchstaeblich den Atem und liess uns sofort alle Anstrengungen vergessen. Wir kamen gerade zum Sonnenuntergang zurecht, und der Canyon zeigte all seine Rottoene. Ganz tief unten sah man den Colorado River wie er sich durch das Tal schlaengelt. In weiter Entfernung ging ein Gewitter nieder und erzeugte eine mystische Stimmung. Einfach herrlich. Die naechsten Tage verbrachten wir damit den Grand Canyon ein wenig zu erkunden. Wir beobachteten herrliche Sonnenuntergaenge und fuehlten uns rundherum pudelwohl. Wir trafen auch nach wochenlanger "Einsamkeit" auf einen Radfahrer. Sein Name ist Pierre und er kommt aus Kanada. Er faehrt von Vancouver bis nach Florida (ganz alleine). Ausserdem trafen wir noch Christa und Stefan aus Amstetten die fuer ein Jahr in Nord- und Suedamerika unterwegs sein werden. Zwei Flascherl Wein wurden schnell geleert und viel hatten wir uns zu erzeahlen. War wieder einmal ganz nett ein bisschen zu ratschen. So konnten wir ganz erholt unser naechstes Ziel, naemlich die Kueste, in Angriff nehmen.



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