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> Panamericana Berichte > Kanada - Rockys


Kanada - Rockys

Von Smithers ueber den Yellowhead Highway nach Jasper und Lake Louise auf dem Icefields Parkway

04.08.07 Der Icefields Parkway oder I`m singing in the rain oder Don`t let the sun go down on me

Also nach Smithers wurde das Wetter ueberraschenderweise nicht besser. In den ganzen Reisefuehrern ueber Kanada haben sie eine Jahreszeit vergessen. Naemlich die Regenzeit. So kam es dass wir auf einem Campground gerade unser Essen zubereiten wollten, als ploetzlich eine schwarze Wolke auftauchte. Ich fragte Heidi : "Glaubst wirds regenen?". Heidi: "Geh wo denkst denn hin!!!". Fuenf Sekunden spaeter hatten wir einen seltenen kanadischen "Weltuntergangswolkenbruch" und es haette beinahe unser Zelt fortgespuelt. Wir in unserer Panik wussten nicht wo wir hin sollten, den es gab keinen Unterstand. Da kam ploetzlich der Host des Campgrounds (er musste Mitleid mit uns gehabt haben) und bot uns an in seinem Gewaechshaus weiter zu kochen. Ausserdem gab er uns ein Flaeschchen Eiswein der es in sich hatte (Damenspitzerl). So kochten unsere Nudeln zwischen den halb verwelkten Paradeisern und Sonnenblumen dahin und wir liessen uns das Essen auf ca. 1Quadratmeter schmecken. Besser als nass zu werden. Mit dem Regen ging es dann die naechsten Tage weiter und wir waren schon ziemlich Scheissdrauf. Doch dann kam die Wende. Nach Prince George, ploetzlich Sonnenschein und seitdem kein Regen mehr. Das ist neuer Rekord fuer uns, dass es seit fast 2 Wochen keinen Regen gab. Naja von zwei kurzen Schuettern in der Nacht mal abgesehen. Wir erreichten dann schon bald die Rocky Mountains und so auch den Mount Robson, den hoechsten Berg der kanadischen Rockys mit 3954 Metern. Nach 5 Minuten im Visitor Information Center stand fest, dass wir den Berg Lake Trail wandern werden. Ich wage mal zu behaupten ein Highlight der Reise. Der Weg zum Campground (7 Kilometer) war sehr beschwerlich, mit Schiebepassagen und Flussdurchfahrten. Oben angekommen war es wie im Paradies. Vor uns lag ein smaragdgruener See umrandet von steil aufragenden Bergen. Einfach geil. Wir glaubten die einzigen mit den Tourenraedern zu sein, doch 10 Minuten spaeter kam ein Spanier mit vollem Gepaeck keuchend am Campground an. Seine Name war Marc und wir hatten eine Menge Spass mit ihm. Am naechsten Morgen hiess es dann frueh aufstehen, denn wir hatten immerhin 14 Kilometer zum Berg Lake vor uns. Vorbei an rauschenden Fluessen und tosenden Wasserfaellen fuehrte der Weg staendig bergauf, bis wir auf 2000 Meter den Lake erreichten. Was wir dort sahen werden wir sicher nie wieder vergessen. In den Berg Lake kalbt naemlich der Gletscher des Mount Robson. Je nach dem wie die Sonne auf den Gletscher scheint, strahlt dieser in den verschiedensten blauen Farbtoenen. Traumhaft.  Am naechsten Tag spuerten wir dann die ungewohnte Anstrengung, denn wir hatten beide einen "netten" Muskelkater. Es war lustig, denn wir waren bei der Wanderung in staendiger Reanimationbereitschaft, weil da manche Typen raufgehatscht sind mit einem hochroten Schaedel und ca. 20 kg Gepeack. Da hatten wir es leicht mit unseren 4 Liter Rucksackerln. Also wer mal in die Gegend kommt. Der Berg Lake Trail ist ein heisser Tipp. Dann ging es gleich weiter auf den Icefields Parkway und wir hatten beide einen steifen Nacken vor lauter raufschauen auf die geilen Berge die wir zu Gesicht bekamen. Dort ist es einfach unbeschreiblich schoen. Aber ihr koennt euch ja selbst ein Bild in der Bildergallerie machen. Und dann sind da noch die anderen Kleinigkeiten die uns so den ganzen Tag beschaeftigen. Wir glauben dass die Mosquitos aus Alberta alle nach Alaska  auf "Saison" gehen. Hier bringen sie gerade mal eine "Fruehschicht" zusammen, aber gegen Alaska kein Vergleich. Dann ist da noch die Sache mit dem Schlafsack. Man muss sich das so vorstellen als ob man lebendig begraben wird. Komplett bewegungsunfaehig in diesem Ding zu liegen. Warm ja, aber bewegen Fehlanzeige. Ausserdem bringe ich den Scheiss Reissverschluss nie auf und muss immer Heidi aufwecken dass sie mich befreit. Unser Zelt scheint auch immer verdammt muede zu sein, denn kaum ist es aufgestellt und perfekt gespannt haengt es eine halbe Stunde spaeter voll laetschert da. Komisch.



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